SPÖ Niederösterreich

  • Twitter icon
  • Facebook icon
  • Youtube icon
  • Flickr icon

Gesamtheitliches Pflege-Angebot notwendig!

Nach den Ankündigungen der schwarz-blauen Bundesregierung, Details zur Pflegereform erst in einem Jahr bekannt zu geben, weist der Landesparteivorsitzende der SPÖ NÖ, LH-Stv. Franz Schnabl darauf hin, dass in der Pflegefrage dringender Handlungsbedarf besteht und dieses wichtige Thema nicht auf die lange Bank geschoben werden darf: „In Österreich haben über 450.000 Menschen und ihre Angehörigen mit einem schweren Schicksalsschlag zu kämpfen. Alleine in Niederösterreich sind es über 91.000 Personen, die Pflegegeld erhalten – diese Menschen haben es sich verdient, dass man sich jetzt ihrer Probleme annimmt und nicht erst in einem Jahr. Die SPÖ hat hierzu bereits ein Konzept vorgelegt, das in Kürze in die Realität umgesetzt werden könnte und den Betroffenen große Hilfestellungen bieten würde.“

Konkret gehe es in der „neuen Pflege“ etwa um die Einrichtung bundesweit einheitlicher Pflegeservicestellen, sechs Mrd. Euro für einen Pflegegarantiefonds, die Attraktivierung des Pflegeberufs und einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz und Pflegeteilzeit, so Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig: „Die Pflege ist als gesamtstaatliche Verantwortung wahrzunehmen, denn es darf nicht drauf ankommen in welchem Bundesland man lebt, um die beste Betreuung oder Pflege zu erhalten. Deswegen ist ein bedarfs- und bedürfnisorientiertes Angebot zu schaffen, welches Tagesangebote, Kurzzeitpflege und Langzeitpflege umfasst, und den Menschen zudem eine Wahlmöglichkeit zwischen Pflege zu Hause oder in Einrichtungen gibt. Eine Ausbildungsoffensive soll zudem dafür sorgen, junge Menschen für den Pflegeberuf – gekoppelt mit der Forderung nach einer attraktiven Bezahlung – zu begeistern und ältere Menschen beim Umstieg zu unterstützen.“

Abschließend betonen Schnabl und Königsberger-Ludwig einhellig, dass es rasch Entlastung für pflegende Angehörige benötigen würde, da sich diese in sehr herausfordernden Lebenssituationen befinden: „Eine rasche Umsetzung dieses Konzeptes würde Familien und Angehörigen von Pflegebedürftigen eine Hilfestellung bieten – mit den bundesweit einheitlichen Pflegeservicestellen hätten sie zudem eine Möglichkeit sich umgehend über Angebote und Gegebenheiten in der Pflege zu informieren. Bei Schicksalsschlägen sind Familien insbesondere zu Beginn mit der Situation überfordert und wissen nicht welche Anträge bei welchen Behörden zu stellen sind. Die SPÖ NÖ fordert in dieser Causa ein möglichst sofortiges Handeln der Bundesregierung – von Ankündigungspolitik alleine haben die über 91.000 Menschen in NÖ und ihre Angehörigen nichts.“