SPÖ Niederösterreich

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Für Fälscher sind harte Zeiten ins Land gezogen

„Niederösterreichische Produkte verfügen grundsätzlich über hohe Qualität“, weiß der für Konsumentenschutz und Lebensmittelkontrolle zuständige LHStv. Franz Schnabl, da das Zusammenwirken der ProduzentInnen mit der Kontrolle ein sehr positives sei und in hoher Intensität gelebt wird. „Es gilt dabei jedoch nach dem Grundsatz ‘Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser‘ immer wieder an den Kontrollrädchen zu drehen und sich neuer Techniken zu bedienen, um Schwindlern stets eine Nasenlänge voraus zu sein. Die Kontrollbehörde möchte damit redlich und unter Einhaltung aller Vorschriften agierenden ProduzentInnen die Sicherheit geben, dass sie nicht von täuschend ähnlichen billig produzierten Produkten ausgebremst werden. Andererseits gilt es den KonsumentInnen jenen Schutz zu bieten, der sie vor Etiketten-Schwindel schützt. Das schaffen wir unter anderem durch die Isotopenanalyse, die hilft, falsch ausgewiesene Ware aus dem Verkehr zu ziehen“, freut sich LHStv. Franz Schnabl, dass mittels dieser Methode für Fälscher harte Zeiten ins Land NÖ gezogen sind.

Seit 2016 bestehe die Zusammenarbeit mit der Forschungs- und Bildungseinrichtung der HBLFA Francisco-Josephinum, BLT Wieselburg, weiß DI Walter Mittendorfer stolz zu berichten, dass man mit Hilfe der Isotopenanalyse 2018 einem Marillen- und einem Spargel-Schwindler das Handwerk legen konnte. „Wir sind tagein, tagaus im Sinne der Sicherheit der NiederösterreicherInnen unterwegs, um die Güte der Lebensmittel, die tagtäglich auf den Tischen, in den Kühlschränken und in den Regalen der Lebensmittelhändler landen, zu prüfen. Die Lebensmittelinspektoren des Landes NÖ versuchen sich Jahr für Jahr auf neue Methoden von Trittbrettfahrern einzustellen und in gemeinsamer Arbeit mit den Forschungseinrichtungen neue Techniken zu testen und zu nutzen und im Austausch, diese Schritt für Schritt zu verfeinern“, meint Mittendorfer weiter.

NÖ nimmt damit eine Vorreiterrolle im Bereich der Herkunftskontrolle von Produkten ein. Mit der Verknüpfung der Isotopenanalyse und mit der Prüfung der Herkunftspapiere hat Niederösterreich neue Wege beschritten und hat damit einen Trumpf in der Hand, die ehrlichen ProduzentInnen zu schützen und auf den Schutz hochqualitativer, regionaler Produkte besonders zu schauen. „Das Prinzip der Isotopenanalytik basiert auf dem Einfluss der Umgebungsbedingungen auf das biogene Material während seiner Entstehung und die Beständigkeit dieser Isotopenverhältnisse in den Materialien, solange die Materialien selber nicht verändert werden oder sich verändern“, beschreibt Mag. Dr. Micha Horacek, der Leiter des Isotopenlabors der HBLFA Francisco-Josephinum, BLT Wieselburg. Bei pflanzlichen Produkten sind die beeinflussenden Faktoren die Witterung, die Isotopie des Wassers, das aufgenommen wird, der Boden/Geologie, geographische Position/Topographie, Meereshöhe, etc. Bei tierischen Materialien sind die Einflussfaktoren die umgebende Witterung, sowie das aufgenommene Futter und Wasser.

Abschließend bedankt sich LHStv. Franz Schnabl bei den Lebensmittelinspektoren und für die gute Zusammenarbeit und die Innovationskraft der Forschungseinrichtung: „Niederösterreich ist im Bereich der Isotopenanalyse Vorreiter – das haben wir der hervorragenden niederösterreichischen Forschungskompetenz zu verdanken. Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei der HBLFA Francisco-Josephinum, BLT Wieselburg und dem Laborleiter Mag. Dr. Micha Horacek bedanken. Das sind jene Bildungsbereiche und Kompetenzcenter, wo wir als Land NÖ danach trachten müssen mehr davon aufzubauen. Sie helfen einerseits in normalen Alltagssituationen, wie in der Überprüfung von Marille und Spargel, stärken den Bildungs- und Forschungsstandort Niederösterreich und bieten unserer Jugend jene Ausbildung, die sie benötigen, um ihre Interessen optimal zu bedienen und ihnen eine sichere Zukunft zu gewährleisten.“