SPÖ Niederösterreich

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Für Erhalt des Weißen Hofes

Gemeinsam trafen sich gestern die stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Niederösterreich und NÖ Gesundheitslandesrätin, Ulrike Königsberger-Ludwig, SPÖ-Nationalrat Rudi Silvan und SPÖ-Bundesrätin Doris Hahn mit Betriebsrätin Michaela Gratzer am Weißen Hof in Klosterneuburg, um für den Erhalt der Rehabilitationszentrums ein klares Bekenntnis abzugeben. „Das Zentrum hat sich in der Vergangenheit einen hervorragenden Ruf bei der Rehabilitation von Unfallopfern erarbeitet, auch international. Diese Versorgung muss auch künftig in Ausmaß, Qualität und Erreichbarkeit für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sichergestellt bleiben“, unterstrich Königsberger-Ludwig beim Rundgang durch die Einrichtung.

„Die im Raum stehende Schließung des Reha-Zentrums ist eine direkte Folge der Kürzungspolitik der ehemaligen Bundesregierung, die nun fortgeschrieben wird. Es werden funktionierende Strukturen in der Gesundheitsversorgung zerstört, um der zunehmenden Privatisierung in der medizinischen Versorgung einen Teppich zu legen“, sieht Königsberger-Ludwig einen Angriff auf die solidarische Gesundheitsversorgung und weist darauf hin, dass die SPÖ Niederösterreich schon im Frühjahr 2018 im Zuge der millionenschweren Kürzungen bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) durch die damalige türkis-blaue Bundesregierung schwere Zeiten auf den Weißen Hofes zukommen gesehen hätte.

Der Weiße Hof solle mit den Stimmen von ÖVP, Grüne und NEOS geschlossen werden, betont Abgeordneter Silvan mit Blick auf das Abstimmungsverhalten dieser Parteien bei einem Antrag für den Erhalt des Weißen Hofes in der dieswöchigen Sitzung des Nationalrates. „Wir als SPÖ kämpfen hingegen für den Fortbestand des Weißen Hofes. Auch über die Nachnutzung besteht weiter Unklarheit, ich befürchte, dass private Investoren angelockt werden sollen. Für mich ist klar, dass die Privatisierung-Versuche im Gesundheitsbereich, die unter der gescheiterten ÖVP-FPÖ Regierung begonnen haben, sofort von der neuen Regierung gestoppt werden müssen. Als Gewerkschafter habe ich bei vielen Besuchen in Betrieben erfahren, wie wichtig es ist, wenn Menschen nach einem Arbeitsunfall wieder rasch rehabilitiert werden können. Das ist eine Win-Win-Situation für unsere ArbeitnehmerInnen aber vor allem auch für kleine und mittlere Betriebe. Österreich braucht ein sicheres und nachhaltiges Gesundheitssystem, der Weiße Hof zählt hier dazu!“, ist Silvan überzeugt.

Bundesrätin Doris Hahn unterstreicht die einzigartige Lage der Reha-Einrichtung in der Natur: „Ob es sich um Herausforderungen physischer oder psychischer Art handelt, sie werden hier gemeinsam mit den Patienten überwunden. Zudem wird auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten gezielt eingegangen. Das spürt man bereits, wenn man den weißen Hof betritt. Besonders bei Therapien, die Monate in Anspruch nehmen, sind Patientinnen und Patienten in der Natur-Oase Weißer Hofer besser aufgehoben als in der Großstadt, um sich von ihren schweren Schicksalsschlägen zu erholen und wieder zu Kräften zu kommen.“

„Es muss besser heute als morgen ein klares Zeichen für den Erhalt des Weißen Hofes aus Niederösterreich an die zuständigen Stellen in Wien folgen. Gemeinsam und im Miteinander können wir die Schließung verhindern“, sind sich die drei Politiker einig und appellieren in Richtung ÖVP Niederösterreich, endlich Stellung für den Weißen Hof zu beziehen.