SPÖ Niederösterreich

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Die Produkte aus der Elsbeere ...

Der für Konsumentenschutz zuständige LHStv. Franz Schnabl besuchte einen Vorzeigebetrieb natürlicher Verarbeitung der Elsbeere, die sich weit über unser Bundesland hinaus großer Beliebtheit erfreut. Wildfrüchte, Wiesenkräuter, seltene Obstarten, Gemüseraritäten – diese regionalen und kulinarischen Besonderheiten bekommen einen immer größeren Stellenwert in Lebensmittelverarbeitung, besonders bei direkt vermarktenden Betrieben, im Kleingewerbe und der Gastronomie. „Es ist immer wieder beeindruckend welche Früchte der Natur man neu entdeckt, die in intensiver und liebevoller Kleinarbeit zu hervorragend mundenden Speisen und Getränken verarbeitet werden. Niederösterreich weist auf diesem Gebiet besondere Kreativität und Innovationskraft auf“, so LHStv. Franz Schnabl.

Die Elsbeere sei eine besondere Frucht, die in einer, 23 Gemeinden umfassenden und 800 km² großen Region am Übergang vom Wienerwald ins Mostviertel traditionell seit Jahrhunderten geerntet und verarbeitet wird, so Jakob Mayer, Inhaber des Elsbeeren-Betriebes: „Dies ist europaweit einzigartig. Den Betrieb gibt es mittlerweile seit 1995, wir wirtschaften absolut biologisch und haben uns auf die Verarbeitung des eigenen Obstes spezialisiert.“ Die Früchte reifen ab Mitte September und können direkt vom Baum genossen werden. Zweimal im Jahr kleidet sich der Elsbeerbaum besonders schön. Im Frühjahr taucht er im Mai in ein Meer weißer Blüten – und verbreitet einen intensiven Geruch. Im Herbst leuchtet sie dann orange-rot und gibt der Landschaft einen wunderbaren Farbtupfen. „Die Ernte und die Verarbeitung sind sehr aufwändig und zeitintensiv, aber der unverwechselbare Geschmack der Frucht entschädigt und lohnt die Anstrengungen absolut“, so Mayer weiter. Neben der Elsbeer-Brand-Herstellung werden - in Zusammenarbeit mit Gewerbebetrieben und Gastronomie - immer mehr innovative Produkte kreiert. Mittlerweile kann auf eine große Produktpalette verwiesen werden: Elsbeerfruchtaufstrich, getrocknete Elsbeeren, Elsbeerpralinen, Elsbeerschokolade, Elsbeer-Müsliriegel, Elsbeerpastete, Elsbeer-Camembert, Elsbeerwurst, Elsbeer-Blütensirup, etc.

Die Elsbeere sei seit 2011 der „Türöffner“ für eine sanfte touristische Erschließung der Region, weiß LHStv. Franz Schnabl: „Nicht nur das kulinarische Highlight ‚Elsbeere‘ lockt immer mehr Menschen nach Michelbach. Auch die landschaftlich reizvolle Region mit den liebevoll gestalteten Elsbeer-Wegen lädt zum Wandern und Genießen ein.“

Die Elsbeere hat nicht nur in die Küchen der Gastronomen gefunden, sondern mittlerweile wird auch das Holz der Elsbeere zu besonderen Werkstücken verarbeitet. Jausenbretter, Messergriffe, Teelichthalter, Holzschalen und Holzschmuck werden aus diesem „Seidenholz“ hergestellt. Abschließend zeigt sich Schnabl begeistert von den vielen innovativen klein-bäuerlichen Direkt-Vermarktern in Niederösterreich: „Die KonsumentInnen schätzen es nachvollziehen zu können woher die Produkte stammen und wie es um ihre Regionalität und Natürlichkeit bestellt ist. Ich bin stolz, dass Niederösterreich in diesem Bereich sehr gut aufgestellt ist. Das gilt es aus Konsumentenschutzsicht zu fördern und alle Unterstützung zu geben, dass diese ihre Produkte unbürokratisch, aber top kontrolliert durch die zuständige Abteilung für Lebensmittelkontrolle anbieten können. Besonderer Dank gilt daher neben den ProduzentInnen auch den Kontrollinstanzen, die Güte, Herkunft und Beschaffenheit der Produkte kontrollieren. Außerdem stehen diese den niederösterreichischen Betrieben auch mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um Qualitätsfragen geht.“