SPÖ Niederösterreich

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„Deutschklassen sind klar abzulehnen“

Im Zuge einer Debatte im NÖ Landtag bzgl. des NÖ Pflichtschulgesetzes 2018 nahm die Bildungssprecherin der SPÖ NÖ, LAbg. Elvira Schmidt Stellung zur geplanten Einführung von Deutschklassen: „Die Sozialdemokratie hat hier eine gänzlich andere Meinung: Wie viele Experten z.B. Erziehungswissenschaftler sind wir auch der Überzeugung, dass es pädagogisch nicht erfolgsversprechend ist, SchülerInnen zu trennen. Viele Experten sind der Meinung, dass ich nicht fördere, wenn ich den Sprachkontakt entziehe. Das bedeutet: Wenn SchülerInnen nicht im Klassenverband verbleiben können, sprechen sie miteinander in ihrer Muttersprache. Damit sind wir von Integration meilenweit entfernt. Das gegenseitige Lernen in diesen Klassen entfällt und hemmt damit die Integrationsbemühungen.“

Deshalb brachte die SPÖ NÖ einen Abänderungsantrag ein und verlangte getrennte Abstimmung. „Bei der Änderung des NÖ Pflichtschulgesetzes stimmen wir in vielen Punkten überein, bei den Deutschklassen können wir jedoch absolut nicht mitgehen! Die beste Lösung wäre schlicht und einfach, die Deutschförderstunden massiv aufzustocken“, begründete Schmidt.

Abschließend wies Schmidt noch auf einige wichtige Punkte der Sozialdemokratie in Sachen Bildung hin: „Der Ausbau der ganztägigen Schulform sind sehr bedeutend für den Bildungsstandort Niederösterreich, denn wir sind überzeugt davon, dass diese Schulform die Chancengleichheit im Bildungssystem für alle Kinder herstellt. Des Weiteren ergäbe sich mit dieser Schulform auch eine Linderung des Kinderbetreuungsproblems. Auch im Hinblick auf die Herbstferien – wie soll eine Familie die schulfreie Zeit mit ihren Kindern gemeinsam genießen, wenn fünf Wochen Urlaub pro Elternteil 14 Ferienwochen der Kinder gegenüberstehen. Hier kommt zum organisatorischen Problem auch noch ein massiv finanzielles hinzu. Gerade auch deshalb bleibt die SPÖ NÖ hier weiter hartnäckig bei ihrer Forderung nach einer kostenfreien, ganztägigen und flächendeckenden Kinderbetreuung!“