SPÖ Niederösterreich

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Coronavirus: Land NÖ für den Notfall vorbereitet

In der heutigen Sitzung des NÖ Landesregierung stand auch das Thema Coronavirus im Mittelpunkt der Beratungen. Bei nachfolgenden Abstimmungsgesprächen zwischen den verantwortlichen Regierungsmitgliedern wurde deutlich die Notwendigkeit unterstrichen, dass alle weiteren Maßnahmen federführend durch die Bundesregierung zu koordinieren seien, berichtet die NÖ Gesundheitslandesrätin, Ulrike Königsberger-Ludwig.

„Wir stehen im ständigen Kontakt mit dem Gesundheitsministerium, um die Risikolage laufend neu zu bewerten. Zudem wurde in der NÖ Sanitätsdirektion ein eigener Krisenstab eingerichtet“, informiert Königsberger-Ludwig. Man habe entsprechende Maßnahmen getroffen und sei für den Notfall bestens vorbereitet, meint die Landesrätin. Etwa seien angesichts des zuletzt rapiden Anstiegs an COVID-19-Fällen in Italien die Regionen Venetien und Lombardei als Risikogebiete eingestuft worden. „Damit werden Personen, die aus diesen Regionen kommen und Symptome aufweisen, als Verdachtsfall eingestuft und einer sofortigen Untersuchung unterzogen“, betont Königsberger-Ludwig.

Königsberger-Ludwig weist auch darauf hin, dass bereits seit 6. Februar Reisende, die mit dem Flugzeug direkt aus China nach Österreich einreisten, mit einem Temperaturscanner kontrolliert werden würden, um eine etwaige Erkrankung, die während des Fluges von Peking nach Wien auftreten könne, zu erkennen. Darüber hinaus gebe es für Reisende zusätzliches mehrsprachiges Informationsmaterial, das über das Virus und entsprechende Verhaltensregeln informiere. Auch sei eine amtliche Meldepflicht für Verdachts-, Erkrankungs- und Todesfälle durch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz erlassen worden.

Im Hinblick auf die weitere Vorgangsweise bei einem etwaigen Verdachtsfall hält Königsberger-Ludwig fest, dass dieser in einem Infektionstransport ins LKH Mödling oder St. Pölten gebracht und isoliert werde, bis das Untersuchungsergebnis vorliege. „Allfällig infizierte Personen würden in einem weiteren Schritt in das SMZ Süd in Wien überstellt werden.“ Wenn ein Passagier in einem Flugzeug im Anflug nach Schwechat Symptome zeige, trete zudem der bereits seit Ebola festgelegte Alarmplan am Flughafen in Kraft. „Diese Abläufe sind etabliert und geübt“, erklärt die Landesrätin.

„Außerdem steht die telefonische Gesundheitsberatung 1450 für Fragen aus der Bevölkerung als erste Anlaufstelle verstärkt zur Verfügung. Auch wurde eine eigene Hotline unter 0800 555 621 durch den Bund eingerichtet, in deren Rahmen Expertinnen und Experten der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) Fragen betreffend Coronavirus rund um die Uhr beantworten“, so Königsberger-Ludwig abschließend.