SPÖ Niederösterreich

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Arbeitslosigkeit 50+ steigt weiter

„Der Trend der letzten Monate bestätigt sich auch diesmal. Die Arbeitslosigkeit bei älteren Arbeitssuchenden ist in Niederösterreich im Vergleich zum Vorjahr weiterhin exorbitant hoch – insbesondere Frauen stehen hier vor massiven Problemen!“, schlagen der Spitzenkandidat der SPÖ NÖ für die Nationalratswahl und Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz, Rudolf Silvan, sowie der Arbeitnehmersprecher der SPÖ NÖ, LAbg. Rene Pfister, Alarm.

Für Silvan ist es unverständlich, dass ein gut funktionierendes Job-Projekt für ältere ArbeitnehmerInnen, wie die Aktion 20.000, ohne zu zögern eingestellt wurde: „Die Aktion 20.000 hat den betroffenen Menschen Würde, Zukunft und Lebensperspektiven gegeben, ehe sie von ÖVP und FPÖ eingestampft wurde. Dieses Abdrehen des Beschäftigungsprojektes ist neben der 60-Stunden-Arbeitswoche, der Entmachtung der Selbstverwaltung, dem Beschluss des Sozialhilfe-Grundsatzgesetzes, etc. mit eine der traurigsten Entscheidungen der türkis-blauen Bundesregierung. Wir fordern die sofortige Wiederaufnahme der Aktion 20.000, um den weiter steigenden Arbeitslosigkeitszahlen bei älteren Arbeitssuchenden endlich entgegenzutreten.“

Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen in Niederösterreich zeigen, dass die Arbeitslosigkeit bei Arbeitssuchenden 50+ im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent, bei Frauen 50+ sogar um 6,0 Prozent gestiegen ist. „Arbeitslosigkeit betrifft die Menschen in allen Lebenslagen!“, so Rene Pfister: „Doch gerade für ältere Arbeitssuchende 50+ ist es in dieser Phase schwer, Perspektiven zu sehen, um in eine sichere und gute Zukunft gehen zu können. Die Politik muss hier unbedingt, mit der Wiedereinführung der Aktion 20.000, tätig werden, um den Menschen Chancen zu ermöglichen.“

Dass die steigenden Arbeitslosenzahlen gerade ältere Frauen hart treffen, sehen Silvan und Pfister besonders problematisch: „Wir wissen nicht erst seit gestern, dass die türkis/blauen-Maßnahmen Frauen regelrecht in die Armut treiben. Das Sozialhilfe-Grundsatzgesetz bspw., welches nun erfreulicherweise eine Prüfung durch den Verfassungsgerichtshof erfährt, wird die Armut von Frauen und Kindern massiv verstärken, indem es Unterstützungsleistungen sprunghaft kürzt und soziale Notlagen keinesfalls mindert. Auf der anderen Seite schauen ÖVP und FPÖ weiter weg, wenn die Zahlen von arbeitssuchenden Frauen 50+ regelrecht durch die Decke schießen! Dieser unsozialen Vorgangsweise gehört dringend entgegengewirkt, um älteren Arbeitssuchenden – insbesondere Frauen – endlich wieder Würde und die Chance auf eine sichere Zukunft zu geben. Denn die arbeitslosen Zeiten wirken sich auf die ohnehin niedrigen Pensionen der Frauen nochmals verschlechternd aus. Mit der Aktion 20.000 könnte unmittelbar Abhilfe geschaffen werden!“