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LAbg. Gerhard Razborcan/LAbg. Josef Jahrmann: Donauuferbahn muss erhalten bleiben


15. November 2009

Einstellung des Betriebs wäre schwerer Schlag für die Tourismusregion
Wachau/Nibelungengau

Die Gerüchte verdichten sich, dass ab 2010 auf der Donauuferbahn zwischen Spitz in NÖ und Sarmingstein in Oberösterreich kein Regel-Bahnbetrieb mehr stattfinden soll. "Für die Tourismusregion Wachau/Nibelungengau einerseits und den Radtourismus entlang der Donau andererseits ein schwerer Schlag. Wenn es keinen durchgehenden Bahnbetrieb mehr gibt, so wird automatisch der Wander- und Radtourismus, der sich hauptsächlich auf die Bahn als Zubringer stützt, zurückgehen. Für die Gemeinden entlang der Strecke bedeutet dies auch eine Verschlechterung des Nahverkehrsangebots", richten die beiden SPNÖ-LAbg., Verkehrssprecher Gerhard Razborcan und Bürgermeister Josef Jahrmann, einen dringenden Appell an den Bund, die ÖBB und die Verkehrsverantwortlichen des Landes Niederösterreich, die Donauuferbahn nicht sterben zu lassen.

Die ÖBB haben in den vergangenen Jahren die Leistungen immer mehr zurückgefahren und leider hat auch das Land NÖ für die Region Wachau/Donautal bisher kein Gesamtkonzept mit räumlich und zeitlich abgestimmten Bahn-, Bus- und Schiffsfahrplänen erstellt. Der früher vertaktete Bahn- und Busverkehr wurde sukzessive immer mehr ausgedünnt, das Einzugsgebiet der Bahn wurde so erheblich verkleinert. Seit einigen Jahren häuft sich das Führen von Zügen im Schienenersatzverkehr. Der Radtourismus funktioniert am besten in Verbindung mit einer Eisenbahn, kaum mit Bussen. Der Donauradweg und die sich daraus ergebende Wertschöpfung für die gesamte Region kann mit der Wachauerbahn abgesichert und auch noch weiter ausgebaut werden.

"Genau die konsequente Verknüpfung mit dem Zubringerverkehr, zeitlich und räumlich auf die Züge abgestimmt, wäre aber das Erfolgsrezept zahlreicher erfolgreicher Nebenbahnen, wie beispielsweise in der Schweiz, aber auch in anderen Bundesländern, wie in Salzburg. Selbstverständlich sind Modernisierungen notwendig, dafür könnten aber auch für diese touristisch wertvolle Bahn Mittel aus der EU lukriert werden. Für Niederösterreich würden auf 5 Jahre verteilt rund 12,5 Millionen Euro anfallen. Der Bund wiederum müsste die gleiche Summe investieren, damit die Gesamtkosten von rund 50 Millionen Euro gesichert sind. Angesichts vieler laufender Straßenausbauvorhaben in NÖ eine verhältnismäßig kleine Summe", so Razborcan und Jahrmann, die auch auf die Bedeutung der Bahn für das UNESCO-Kulturerbe Wachau hinweisen. "Die Erhaltung der Wachauer Bahn als leistungsfähige Regionalbahn von größter Wichtigkeit. Weiters müssen die meisten Bahnhöfe als Kulturdenkmäler ohnedies erhalten werden, für die Lebensqualität in den Gemeinden und damit auch für die Attraktivität als Tourismusdestinationen also ein unbedingtes Muss", so die beiden SPNÖ-Mandatare.


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